...eine vergessene Geschichte...
Genügend Essen und Trinken zu haben, am Abend den Hobbys nachgehen. Oder in der Natur spazieren gehen um noch ein bisschen Bewegung zu haben, für uns ganz normale Dinge. Aber es gibt Menschen die sich nichts sehnlichers Wünschen, als ein Dach über dem Kopf, keine Angst mehr haben zu müssen. Der Krieg reißt vielen Menschen die Existenz weg, nimmt ihnen ihr Zuhause, trennt sie von ihren Familien. Stellt ihr bisheriges Leben völlig auf den Kopf.
Wie erleben Menschen diese Zeit? Was ist nach dem Krieg? Wie verändert der Krieg die Menschen?
Ich, als Musikerin, gehe diesen Frage nach. Vor einem Jahr habe ich einen wundervollen Menschen kennengelernt. Offen, herzlich, verspielt, lustig, liebenswürdig. Erst später erfuhr ich, dass die Person aus den Jugoslawienkriegen flüchten musste. Ich habe ihr nichts angemerkt. Ich habe sie gefragt ob ich ihr einige Fragen stellen darf über ihr Leben damals. Sie willigte offen ein. Wie sie mir im Nachhinein erzählte, hatte sie nie damit gerechnet, dass jemand „fremdes “ sich interessiert für ihre Geschichte. Dieser Satzt hat mir lange zum nachdenken gegeben. Ihrer Geschichte eine Stimme zu geben, ist mein Ziel.
Als Musikerin ist man tagtäglich mit der Frage beschäftigt; Was will ich mit der Musik ausdrücken? Als ich die Geschichte über die Flucht hörte, suchte ich Stücke die für mich Trauer, Angst, Freude, Erleichterung ausdrücken um so ihre Geschichte besser zu verstehen.
Ich begann in meinem Kopf Bilder zu kreieren, Dialoge mir vorzustellen. Je länger ich meinen Gedanken platz machte, formte sich ein Bühnenprojekt daraus.
Mein Ziel ist es, die Musik mit Text zu verbinden und mithilfe beider Elemente einer Geschichte eine Stimme zu geben.


